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    Steirischer Zentralraum

    Demographische Veränderungen (z.B. Alterung, Migration und Internationalisierung der Gesellschaft), politische und ökonomische Veränderungen (z.B. EU-Erweiterung, aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise, Globalisierung), und nicht zuletzt der technologische Fortschritt etwa im Bereich der Kommunikationstechnologien oder im Bereich der Produktionstechnologien prägen nicht nur die räumlichen und ökonomischen Strukturen der steirischen Regionen, sondern beeinflussen auch die Lebensformen und Lebensstile der Menschen in den Regionen.

    Darüber hinaus erfordern die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels, die immer öfter auftretenden Engpässe bei den natürlichen Ressourcen und damit einhergehend die Reaktion der Energiepreise sowie die enger werdenden Handlungsspielräume öffentlicher Haushalte neue Konzepte und Anpassungsstrategien.

    Die Regionen der Steiermark sind durch sehr unterschiedliche raum- und wirtschaftsstrukturelle Charakteristika gekennzeichnet. Drei Viertel der Landesfläche sind von Gebirgszügen geprägt, mehr als die Hälfte der Landesfläche ist Waldgebiet,  der Dauersiedlungsraum konzentriert sich auf die Tal- und Beckenlagen. Dem Ballungsraum Graz und den industriell geprägten Regionen der Obersteiermark stehen die ländlichen Regionen mit kleinen Siedlungsgrößen gegenüber.

    Die internationale Anbindung der Steiermark hat sich durch den Infrastrukturausbau und die politischen Veränderungen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Gemeinsam mit der modernisierten und technologisch hochwertigen Industrie sowie einem dynamischen tertiären Sektor wird dadurch die Standortattraktivität gesteigert und die ökonomische Basis gebildet. Entgegen dem gesamtösterreichischen Trend weist die Steiermark ein deutlich geringeres Bevölkerungswachstum auf, die positiven Entwicklungen sind hauptsächlich auf Zuwanderung aus den EU-Ländern zurückzuführen.

    Auch die aktuellen Prognosen gehen nicht von einer Trendumkehr aus. Die einzelnen Regionen sind von diesen Trends nicht nur in unterschiedlichem Ausmaß betroffen, die jeweilige Ausgangssituation und die strukturellen Bedingungen bieten unterschiedliche Potenziale und damit Anknüpfungspunkte für zukünftige Entwicklungsfelder.

    Die Region wird topografisch vom Grazer Becken sowie von den Ausläufern der Alpen (Steirisches Randgebirge, Grazer Bergland) geprägt. Etwa 45% der Gesamtfläche sind dem Dauersiedlungsraum zuzurechnen, die Bevölkerungsdichte (Einwohner/innen pro km² Katasterfläche) liegt mit 239 weit über dem steirischen Durchschnittswert (74 EW/km²). Siedlungs- und Wirtschaftsschwerpunkt ist die Landeshauptstadt Graz, die Städte Köflach (9.757 EW 2011) und Voitsberg (9.676 EW) sind als regionale Zentren eingestuft. Bedeutung als teilregionale Versorgungszentren haben Bärnbach, Deutschfeistritz, Eggersdorf bei Graz, Feldkirchen bei Graz, Frohnleiten, Gratkorn, Gratwein, Hausmannstätten, Hitzendorf, Judendorf-Straßengel, Kalsdorf bei Graz, Kumberg, Laßnitzhöhe, Lieboch, Raaba, Sankt Marein bei Graz, Sankt Radegund bei Graz, Seiersberg, Semriach, Übelbach und Unterpremstätten.

    Die Region Steirischer Zentralraum ist innerhalb Österreichs einer der größten städtischen Agglomerationsräume. Die Wirtschaftsstruktur wird vom Dienstleistungssektor dominiert, wobei einzelne Standorte in der Region (Köflach-Voitsberg-Bärnbach) auch auf eine lange Bergbau- und Industrietradition zurückblicken können. Die Bevölkerungsentwicklung im Ballungsraum Graz sowie in den Bereichen entlang der höherrangigen Verkehrsachsen verläuft sehr dynamisch.

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